Die katholische Kirche will sich die Technologien des Web 2.0-Zeitalters nutzbar machen. Auf dem Weltjugendtag, der im Juli im australischen Sydney stattfindet, können Teilnehmer unter anderem tägliche SMS vom Papst erhalten und ein Social Network nutzen.

"Wir wollen den Weltjugendtag für die Teilnehmer zu einer einzigartigen Erfahrung machen und dafür neue Wege nutzen, um mit der technikaffinen Jugend in Kontakt zu kommen", sagte Bischof Anthony Fisher. Der Vatikan rechnet für die Veranstaltung mit 225.000 Teilnehmern.

Papst Benedikt wird diesen während des Events täglich einige Worte per SMS zukommen lassen. An dem Veranstaltungsorten soll es außerdem "digitale Gebetswände" geben.

Weiterhin wird ein Social Network eingerichtet, bei dem sich Teilnehmer anmelden können. Hier können sie mit den Ausrichtern an den rund 700 Veranstaltungsorten in Kontakt treten, sich über das Programm informieren und untereinander kommunizieren.

Die technische Umsetzung übernimmt der australische Telekommunikationskonzern Telstra. Dieser stellt für den Weltjugendtag Sprach-, Daten und Rundfunkdienste zur Verfügung. Die katholische Kirche ist mit 5 Millionen Anhängern die größte religiöse Gruppierung in Australien. Weitere 4 Millionen Menschen folgen der anglikanischen Kirche.